Wertinvest

Stadt Wien präsentiert Pläne für Wiener Eislaufverein, Hotel InterContinental und Wiener Konzerthaus

Bürgermeister Michael Häupl und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou stellten heute das Ergebnis des Stadt Wien präsentiert Pläne für Wiener Eislaufverein, Hotel InterContinental und Wiener Konzerthaus

Bürgermeister Michael Häupl und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou stellten heute das Ergebnis des Vermittlungsverfahrens für das Areal Eislaufverein, Hotel InterContinental und Konzerthaus vor. “Der Wiener Eislaufverein gewinnt zu seinen 150 Jahren weitere 100 Jahre Bestehen und wird noch attraktiver, das Konzerthaus erhält ein großzügiges Vorfeld mit der Möglichkeit der Schaffung neuer Zugänge. Wien bekommt einen modernen Konferenzstandort und für die WienerInnen öffnen wir einen neuen Platz mitten in der Stadt”, erklärten Häupl und Vassilakou. „Die Nachdenkpause wurde in jeder Hinsicht bestens genutzt und das vorliegende Projekt wurde in allen wesentlichen Bereichen optimiert. Diese Neugestaltung wird von der Stadt Wien und von allen Beteiligten – Eislaufverein, Konzerthaus, Intercont und dem Eigentümer WertInvest getragen.“ Das adaptierte Projekt führt alle gestalterischen Elemente des von einer internationalen Jury gekürten Entwurfs von Architekt Isay Weinfeld fort und steht somit in Kontinuität mit dem Ergebnis des Architektur-Wettbewerbes und des kooperativen städtebaulichen Planungsverfahrens, das am Beginn der Entwicklung stand. Die Adaptierungen wurden vom Planungsteam rund um Isay Weinfeld auf Basis der Vorgaben der Stadt Wien in Abstimmung mit WertInvest und externen ExpertInnen erarbeitet.

Die Details des adaptierten Projektes Wiener Eislaufverein, Hotel InterContinental Wien und Wiener Konzerthaus beinhalten Folgendes:

Neuer Eislaufverein, Öffnung des Konzerthauses, neuer Freiraum



Die Eckpunkte des adaptierten Projektes


All diese Punkte werden durch städtebauliche Verträge abgesichert sowie in bilateralen Vereinbarungen zwischen Eigentümer und Wiener Eislaufverein (WEV), sowie Konzerthaus und anderen geregelt.

Zitate

Bürgermeister Dr. Michael Häupl

„Die Neuorganisation des Areals zwischen Eislaufverein, Intercont und Konzerthaus ist eine weitere wichtige Maßnahme um Wien zukunftsfit zu machen. Die historische Atmosphäre des Gebietes bleibt erhalten, während gleichzeitig die Funktionalität auf die Anforderungen einer modernen Millionenstadt aufgewertet wird.“

Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou, Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung

„Die nun vorliegende neue Gestaltung eines in die Jahre gekommenen Ortes der Stadt ist gut für Wien. Der Eislaufverein gewinnt ein neues Antlitz und wir werden auch für die nächsten 100 Jahre einen Eislaufplatz mitten in der Stadt haben. Das Konzerthaus kann sich neu präsentieren und für die Wiener Bevölkerung entsteht ein neuer großzügiger Platz in zentraler Lage. Das neue Intercont bedeutet eine Aufwertung für den Konferenzstandort Wien.“

DDr. Michael Tojner, WertInvest

„Das Projekt war für uns immer schon weit mehr eine Leidenschaft als eine Frage der ökonomischen Vernunft. Wir wollten aber ein Projekt auf die Beine stellen, das nachhaltige Impulse für Wien setzt, vor allem in Bezug auf internationale Architektur, öffentlichen Mehrwert durch Absicherung des Wiener Eislaufvereins und eines neuen Konferenzzentrums sowie in Bezug auf Nachhaltigkeit. An diesem Ort zu bauen, bedeutet im besonderen Maße unterschiedliche Interessenslagen zu berücksichtigen und immer wieder aufs Neue gemeinsam Nachzudenken. Die Geduld aller Beteiligten und unser finanzieller Atem wurden auf eine harte Probe gestellt. Leicht haben wir es uns nicht gemacht, und leicht hat man es uns nicht gemacht. Ich meine aber, das Ergebnis spricht für sich. Mein besonderer Dank gilt dem Architekten Isay Weinfeld, der Stadt Wien und allen MitarbeiterInnen, die in diesem aufwendigen, fünf Jahre dauernden Prozess drangeblieben sind.“

Ing. Walter Leschetizky, Präsident des Wiener Eislaufvereins

"Nach langen Verhandlungen konnten der Wiener Eislaufverein (WEV) und WertInvest einen Durchbruch erzielen. Zu einer Einigung kam es hinsichtlich der Gestaltung des zukünftigen Areals des WEV und zu den wesentlichen Vertragspunkten. Der WEV ist zuversichtlich, dass auch die letzten Detailfragen mit WertInvest geklärt werden können. Der traditionsreiche Wiener Eislauf-Verein, der im nächsten Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feiert, kann, wie auch seine Mitglieder und alle die den Eislaufsport lieben, mit Zuversicht und Optimismus in die Zukunft schauen."

Dr. Christian Konrad, Präsident des Kuratoriums, Wiener Konzerthausgesellschaft

„Das Projekt hat ein großes Potenzial und die freie Sicht wird das Wiener Konzerthaus architektonisch aufwerten. Ein attraktiv gestalteter öffentlicher Raum unmittelbar vor dem Haus stellt einen Mehrwert für die Besucherinnen und Besucher des Wiener Konzerthaus dar.“

Matthias Naske, Intendant, Wiener Konzerthausgesellschaft

„Als unmittelbarer Nachbar ist die Wiener Konzerthausgesellschaft in hohem Maße an einer gesamtheitlichen Weiterentwicklung und Belebung dieses Stadtraums interessiert. Die ganzjährige Durchwegung entlang der Längsfassade des Wiener Konzerthauses ist dabei ein Gewinn.“

Chronologie des Planungsverfahrens

Kooperatives Planungsverfahren (2012)

Auf Initiative der Stadt Wien wurden 2012 in umfangreichen Hearings die Möglichkeiten des Areals ausgelotet. Daran nahmen AkteurInnen vor Ort (WEV, Konzerthaus, Hotel InterContinental), der Investor, VertreterInnen des Magistrats und der Politik (Stadtplanungsressort, Planungssprecher, Bezirke) sowie Fachexpertinnen und Fachexperten aus Architektur und Städtebau sowie Denkmalschutz teil. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen wurde ein mehrstufiges kooperatives ExpertInnenverfahren durchgeführt, an dem 50 Beteiligte aus Politik und Magistrat, des Wiener Eislaufvereins, des Konzerthauses, des Internationalen Rates für Denkmalpflege (ICOMOS), des Investors sowie des Hotelmanagements teilnahmen. Die Öffentlichkeit wurde mittels AnrainerInnen-Befragung in das Verfahren eingebunden und eine Ausstellung mit begleitenden Dialogen durchgeführt. Das kooperative ExpertInnenverfahren war bewusst so angelegt, dass der gesamten Bandbreite an unterschiedlichen Sichtweisen Gehör verschafft wurde.

Beschluss der Stadtentwicklungskommission und Architekturwettbewerb (2013-2014)

Als Basis für den Wettbewerb diente der Beschluss der Stadtentwicklungskommission zur Neugestaltung des Areals. Im Wettbewerb selbst, der seitens des Investors ausgelobt wurde, haben 24 hochqualifizierte Architekturbüros eine große Bandbreite an Konzepten vorgelegt. Für das mit VertreterInnen der Stadt und internationalen Architektur- und StädtebauexpertInnen besetzte Preisgericht unter der Leitung von Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Markus Allmann (Universität Stuttgart) war das Projekt des brasilianischen Architekten Isay Weinfeld eindeutig die beste und tragfähigste Lösung.

Fachbeirat (2014-2016)

Aufbauend auf den vorangegangenen umfangreichen Planungsschritten wurden Vorbereitungen für ein Flächenwidmungsverfahren gestartet. Die dazu eingeholten fachlichen Beurteilungen des Magistrats und des Fachbeirates für Stadtplanung und Stadtgestaltung führten im Mai 2016 zur Einschätzung, dass es trotz der soliden Vorarbeiten noch offene Fragen und Bedenken gab.

Nachdenkpause und Vermittlungsverfahren (2016)

In der im Mai 2016 vorliegenden Form konnte daher für dieses Vorhaben kein Flächenwidmungs-verfahren eingeleitet werden. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou erklärte deshalb für alle Seiten eine „Nachdenkpause“, um im Zuge eines Vermittlungsverfahrens tragfähige Lösungen zu suchen. Im Zuge des Vermittlungsverfahrens unter Leitung von Univ. Prof. Dipl. Architekt ETH Christoph Luchsinger und DI Christof Schremmer MCP konnte der Entwurf in entscheidenden Bereichen optimiert und die Hinweise des Fachbeirates aufgenommen werden.

Weitere Vorgangsweise

Stadt Wien: Fortführung des Verfahrens zur Festsetzung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans entsprechend der Vorgaben der Wiener Bauordnung

WertInvest: Geplanter Baubeginn im April 2019; nach Ende der Eislaufsaison 2018/2019

Weiterführende Informationen und Downloads

https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/wev/index.html

http://www.heumarkt-neu.at


Rückfragehinweis

Martin Ritzmaier
Büro des Bürgermeisters
E-Mail: martin.ritzmaier@wien.gv.at
Telefon: +43 1 4000-81855

Mag. Patrik Volf
Büro der Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou
E-Mail: patrik.volf@wien.gv.at
Telefon: +43 1 4000-81672